An alle denken - ein kleiner Schritt: SPD Ahnatal setzt sich für Unterstützung ein

Veröffentlicht am 24.06.2015 in Allgemein

Die Gruppe während der Ortsbegegehung vor dem Café Klatsch in der Dörnbergstraße

Auf Initiative von Günter Börner in seiner Funktion als Vorsitzender der SPD AG 60Plus Ahnatal, wurde eine Ortsbegehung aus Sicht von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen in Weimar gestartet.

Gemeinsam mit den beiden Beauftragten für Menschen mit Behinderungen der Gemeinde, Katja Zöller und Markus Budenz, ging es mit Unterstützung von Claudia Dietzsch durch den Ort. Seitens der SPD war Stephan Hänes als Ortsvereinsvorsitzender und Thomas Dittrich-Mohrmann als SPD-Fraktionsvorsitzender aufmerksam dabei. Zahlreiche weitere Mitglieder der gemeindlichen Gremien nahmen interessiert Kenntnis von den vielen Problemen, mit denen körperlich beeinträchtige Mitbürger zu kämpfen haben. Stephan Hänes beschrieb das Menschenbild der SPD mit klaren Worten: „Wie denken an alle. Ein kleiner Schritt für gesunde Menschen kann für Menschen mit Behinderungen eine große Anstrengung sein. Jeder sollte für andere mitdenken und anpacken. Die SPD setzt sich für die Interessen der Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Unterstützungsbedarf ein.“

Es wurde zahlreiche Anregungen und auch Kritikpunkte festgestellt. Am herausragendsten waren die zahlreichen Probleme zur Überwindung von Höhenunterschieden und die teilweise sehr schlechte Qualität der Bürgersteige durch kaputte Pflastersteine, die nicht ersetzt worden sind. Hier muss die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Aufeinander dauerhaft aktiv werden. Festgestellt wurde unter anderem, dass am Bahnhof Weimar für Rollstuhlfahrer ein Schlüssel für die Toilette fehlt. Es soll das Euroschlüssel-Projekt vom Darmstädter CBF-Club Behinderter und Ihrer Freunde genutzt werden. Der Euro-WC-Schlüssel für öffentliche Behindertentoiletten ist europaweit 12.000 Mal nutzbar. Außerdem gibt es eine kleine Stufe an der Bahnhofs-Toilettentür, welche zu begradigen ist. Die Anlage insgesamt müsste auch eine ausgiebige Reinigung bekommen.

Ein Hindernis für Rollstühle und Rollatoren - Kaputte Pflastersteine in der Kurve vor der Raiffeisenbank in Weimar

Positiv zu vermerken sind die Zugänge zum Gemeindezentrum in Heckershausen und der Zugang zum neuen Rathaus in Weimar im Sinne einer guten barrierefreien Einrichtung. Bei einigen Geschäften wäre schon eine kleine Rampe ohne großen Kostenaufwand von Vorteil. Katja Zöller und Markus Budenz haben mit dem Gewerbeverein ein Konzept entwickelt, dass die Kontaktaufnahme mit dem Geschäft mittels einer Klingel am Eingang ermöglicht. Einige Geschäfte haben diese auch sofort angebracht. Soweit die Kontaktaufnahme durch eine Klingel möglich aber der Zugang unmöglich ist, können die Waren vor die Tür gebracht werden. Hier investieren die Behindertenbeauftragten viel Zeit und Mühe, damit dieses System eine weite Verbreitung findet. Dafür dankt die SPD Katja Zöller und Markus Budenz. Diese leisten zusammen mit Frau Dietzsch und allen Helfern eine tolle Arbeit.

Stephan Hänes, Thomas Dittrich Mohrmann und Initiator Günter Börner, Christa Immelnkämper, Ewald Griesel (mit Notizblock), Hans-Jürgen Schäfer, Steffen Müller und Uwe Kaiser (von links) hören Markus Budenz und Katja Zöller (im Vorgergrund) aufmerksam zu.

Wer in Ahnatal die Arbeit der Behindertenbeauftragten unterstützen will oder Anregungen hat, findet hier den Kontakt:

Katja Zöller, Telefon 05609-803037, Email katja.rausch@t-online.de 
Markus Budenz, Telefon 05609-804734, Email: m-buddy@gmx.net
Internet www.behindertenbeauftragte-ahnatal.de

Wer in Ahnatal etwas bewegen will und der SPD AG 60Plus Ahnatal beitreten möchte, findet hier den Kontakt:
Günter Börner (60plus), Am Bremsberg 16, 34292 Ahnatal
Telefon 05609-8087484; E-Mail guenter-boerner@t-online.de

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