Rede zur Benennung der Sporthalle nach Ehrenbürgermeister Karl Heinz Poetzsch

Veröffentlicht am 01.04.2025 in Kommunalpolitik

Bei der letzten Sitzung der Gemeindevertretung ging es unter anderem um die Sporthalle in Ahnatal. Hier findet ihr die Rede unseres Fraktionsvorsitzenden Thomas Dittrich-Mohrmann, mit einem Vorschlag zur Umbenennung nach dem Ahnataler Ehrenbürgermeister Karl Heinz Poetzsch.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Ahnatalerinnen und Ahnataler,

heute beraten wir über einen Antrag, der einer besonderen Persönlichkeit gedenken soll und eine bleibende Erinnerung an sein Wirken schaffen soll. Die Sporthalle an der Rasenallee soll zukünftig den Namen Karl Heinz Poetzsch tragen – ein Name, der untrennbar mit der Geschichte unserer Gemeinde Ahnatal verbunden ist. Karl Heinz Poetzsch war der erste Bürgermeister von Ahnatal nach der Gebietsreform, und was damals eine Herausforderung war, wurde zu einer Erfolgsgeschichte. Er war nicht wie heute durch die Bürger gewählt, sondern von den kommunalen Gremien bestimmt. Und doch hatte er eine klare Vision für unsere Gemeinde und stellte sich der Aufgabe, die damals zerstrittenen Dörfer zu vereinen und das hat er geschafft. Eine seiner vielen Verdienste war die Förderung des Sports und der Vereine. Bereits ein Jahr nach dem Zusammenschluss entstand eine professionelle Flutlichtanlage. 1978 wurde das Sport- und Freizeitzentrum geplant und fünf Jahre später konnte die Großsporthalle eingeweiht werden. Die Schaffung dieser Sportstätte zeugt von seiner Weitsicht und seinem Engagement, Ahnatal zu einem lebenswerten Ort für alle Generationen zu machen. Heute finden wir hier Sportplatz, Kampfbahn, Wurfanlage, Sporthalle, Fitnesscenter, Tennisplätze und die modernste BMX-Arena Deutschlands – an der Rasenallee, die die beiden Ortsteile voneinander trennt, hat sich ein Leistungszentrum entwickelt, das nur wenige Sportlerwünsche offen lässt.

Doch nicht nur im Bereich des Sports hat Karl Heinz Poetzsch bleibende Spuren hinterlassen. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Projekte angestoßen und erfolgreich umgesetzt. Die Errichtung der ersten Kindergärten in Ahnatal, die Umsetzung von Dorferneuerungsmaßnahmen und die Gründung der gemeindlichen Schwesternstation sind nur einige Beispiele für sein Wirken. 24 Jahre lang hat er unermüdlich für Ahnatal gearbeitet, hat sich für den Fortschritt und das Wohl der Gemeinde eingesetzt. 2021 wurde ihm die Ehrenbezeichnung „Ehrenbürgermeister“ verliehen – ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für sein lebenslanges Engagement. Dass sein Handeln nicht ohne Fehler war, ist eine Binsenwahrheit. Wie bei jedem Menschen und jedem Politiker, der Verantwortung übernimmt, gab es Entscheidungen, die nicht immer in allen Teilen der Gemeinde auf Zustimmung stießen. Doch Karl Heinz Poetzsch hat nie gezögert, Verantwortung zu übernehmen. Wie wir wissen, hat er für diese Fehler auch „Lehrgeld“ gezahlt. Was bleibt, ist die Bilanz seines Wirkens. Heute, wenn wir auf Ahnatal schauen, können wir mit Stolz sagen, dass wir eine Gemeinde haben, die durch Menschen wie Karl Heinz Poetzsch geprägt wurde. Ein Mann, dem wir viel verdanken. Ein Mann, der den Blick immer nach vorne gerichtet hatte und stets das Gemeinwohl im Auge hatte. Wir sollten uns hüten, in der Rückschau nur nach Fehlern zu suchen – wir müssen anerkennen, wie viel er für Ahnatal erreicht hat. Karl Heinz Poetzsch war ein Bürgermeister, der angetrieben wurde von einem tiefen Gemeinsinn und einer unerschütterlichen Liebe zu seiner Heimat. Und genau dieser Gemeinsinn, diese unermüdliche Energie, ist es, die wir heute ehren – mit der Benennung dieser Sporthalle nach ihm. In Gedenken an Karl Heinz Poetzsch, der Ahnatal für immer bereichert hat, danken wir ihm. Und wir danken auch seiner Familie, die mit ihm diesen Weg gegangen ist.

Vielen Dank.